Blumengestecke, Kristallgläser – auf die Details kommt es an

Blumen und andere schöne Dinge machen den Eindruck perfekt

Wenn Sie die Ausbildung zum Butler durchlaufen, werden Sie vielleicht zunächst nur an solche Dinge denken wie „Wie serviere ich dieses Gericht korrekt, wie diskret habe ich mich in welcher Situation zu verhalten?“. Neben diesen verhaltensbezogenen Aspekten werden Sie in der Butlerausbildung aber noch an die Feinheiten heran geführt, die einen Ballsaal, ein Bankett oder ein Wohnzimmer erst vervollkommnen.

Aller Anfang ist schwer, so sagt man. Und wenn Sie die Ausbildung an der Deutschen Butlerakademie gerade erst entdeckt haben, werden Sie sich sicher auch mit neuen Aspekten konfrontiert sehen. Das Geschirr ist oftmals vorgegeben, aber wie setzt man es am besten in Szene? Setzt man es überhaupt in Szene, kann auch ein minimalistischer Eindruck nicht genau richtig sein? Sie werden bei Ihren zukünftigen Einsätzen in Hotels, Restaurants oder Privathaushalten mit einer Art „Grundstock“ arbeiten müssen. Ihre Aufgabe besteht darin, aus diesem Grundstock etwa heraus zu holen, das für Überraschung, Originalität und Stil steht. Freuen Sie sich auf diese Herausforderung – im Detail steckt ganz sicher kein Teufel, sondern der Spaß am kreativen Tun!

Ganz in Weiß – nicht nur zu einer Hochzeit schön

Sie werden in Ihrer Ausbildung zum Butler oder zur Butleresse einige grundsätzliche Informationen bezüglich der richtigen Dekoration erhalten. Sie werden aber auch erfahren, dass es Teil Ihrer Aufgabe ist, für individuelle Lösungen zu sorgen. Sie sind – für einen Abend oder dauerhaft für den Auftritt zuständig. Als „Maestro“ lassen Sie die Gläser klingen und das Kristall funkeln. Dazu sollten Sie nicht nur Spaß am Dekorieren mitbringen, sondern sich auch jeweils klar machen, für wen und für welchen Anlass Sie die Dekoration des Raums oder des Saals erstellen. Wenn eine Hochzeit ansteht, kann das Motto „Ganz in Weiß“ kongenial sein. Wenn es um eine Art Landesmotto geht, kann dagegen auch einmal kräftig in den Farbtopf gegriffen werden.

Alt oder modern – der Mix macht´s!

Was Sie auch lernen werden und für Ihre zukünftige Arbeit benötigen, ist die Entwicklung eines Empfindens für das richtige Detail sozusagen zur richtigen Zeit. Und Sie lernen auch, dass Harmonie sich nicht immer daraus ableitet, dass ein Stil konsequent durchgehalten wird, sondern dass es auch manchmal sehr attraktiv wirkt, wenn Sie Anleihen bei mehreren Epochen und Stilen nehmen. Nutzen Sie das Vorhandene, und schaffen Sie jeweils neue Welten – für den Abend, der in einem besonderen Glanz erstrahlen soll. Wenn Ihr zukünftiger Arbeitgeber sieht, was Sie aus dem Vorhandenen zaubern können, wird dies sozusagen zu einer „Win-win“ Situation für beide Seiten. Sie haben in Zukunft freie Hand, und Ihr „Chef“ freut sich auf die tolle Dekoration.

Ein wenig Materialkunde, ein wenig Stilkunde

Sie lernen also in der Ausbildung, welche Sorten von Porzellan es gibt, und wozu es grundsätzlich passt – immer mit dem Vorbehalt, dass Sie solche Regeln auch einmal bei Bedarf torpedieren können. Sie werden im Training an der Akademie auf spielerische Weise an solche netten Sachen heran heran geführt, wie das Arrangieren von Blumen. Wann wirkt ein puristisches Gesteck mit einer Orchidee gut, wann ist ein üppiger Sommerstrauß in bunten Farben angebracht? Sie werden bei diesem Teil der Ausbildung viel Spaß haben, denn es hat etwas Kreatives und Leichtes, wenn Sie mit solch schönen Details wie Gläser aus Kristall oder einer Bonbonniere aus Porzellan arbeiten. Viele der Accessoires, mit denen Sie zu tun bekommen, sind möglicherweise neu für Sie – umso spannender ist es doch, sich daran auszuprobieren!

Deko – das Sahnehäubchen

Natürlich werden Sie auch lernen, wie alles zu arrangieren ist, in welcher Reihenfolge Löffel, Messer und Gabeln zu legen sind. Das ist sozusagen die „Hardware“, ein Tisch, der gedeckt ist. Ihre – wirklich nette – Aufgabe besteht darin, aus diesen Vorgaben etwas zu zaubern, das die Gäste nicht nur erfreut, sondern beeindruckt. Gerade die Details – und dazu gehört auch die Ausleuchtung eines Raums, also gedimmtes Licht oder geschickt eingesetzte Kerzen – machen einen Raum erst zu einem stimmungsvollen Raum. Und die erwähnten Details, über deren Farbe bzw. Anordnung Sie entscheiden, sind dann die Sahnehäubchen. Wenn Sie bisher dachten dass es reicht, kostbares Geschirr auf den Tisch zu bringen, werden Sie hier einiges Neue erfahren können.

Der Butler serviert nur? Weit gefehlt!

Da Sie langsam auch ahnen, dass Sie ganz sicher nicht nur der oder die sein werden, die die Suppe perfekt serviert, können Sie Ihr Augenmerk jetzt auch auf die Details lenken. Stellen Sie sich jedes Event als eine neue Herausforderung vor. Sie entscheiden wesentlich, wie der erste Eindruck aussieht. Sehen Sie den Raum mit den Augen der Gäste, Wer kommt, was erwarten diese Leute wohl? Das allein ist schon eine spannende Aufgabe, bei der Ihnen nie langweilig wird. Und wenn Sie sich Ihre „Zielgruppe“ genau vorstellen, kommt der Teil, der Ihre ganze Kreativität fordert: Wie stellen Sie es an, dass diese Zielgruppe den Abend in wunderbarer Erinnerung behält? Wie bringen Sie ein Strahlen in die Gesichter der Gäste, wie verzaubern Sie sie?

Eine gelungene Party – dank der richtigen Deko

Sie werden sicher auch in Situationen geraten, in denen Improvisation angesagt ist. Gäste kündigen sich plötzlich an. Wie kann man in nur wenigen Stunden aus einem kahlen Raum ein Zauberreich erschaffen? Üben Sie, zeigen Sie Ihre ganze Phantasie und gehen Sie ans Werk. Vorher – nachher, dieser Effekt wird in Ihrer zukünftigen Tätigkeit einen wichtigen Platz einnehmen. Freuen Sie sich auf diesen „künstlerischen“ und ganz sicher sehr wichtigen Aspekt Ihrer zukünftigen Arbeit!.

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