Für wen der Beruf Butler die bessere Alternative ist?

Für wen der Beruf Haushaltsmanager*in garantiert die bessere Alternative ist

Eine Karriere als Butler und Butleresse? Für diese Dienstleister ist der Butlerberuf die bessere Alternative! Diskret, mit Stil, aber alles andere als angestaubt: Der Beruf Butler erlebt seine Renaissance – und ist von Hotellerie bis Privathaushalt wieder salonfähig. Längst hat der persönlichste aller Dienstleister gestreifte Herrenweste und Silbertablett zur Seite gelegt: Jeder fünfte Butler ist eine Butleresse oder Haushaltsmanagerin. Sie sind Dienstleister, kommen aus der Gastronomie, Hotellerie, einem Pflegeberuf, Verkäuferjob oder anderen Dienstleistungsberufen? Dann könnte der Beruf Butler garantiert die bessere Alternative sein.

Warum dieser Trend - zu Butler und Haushaltsmanager*in?

Die Zahl der Millionäre steigt weltweit. Aber auch immer mehr Mittelstands-haushalte begrüßen die organisatorische und tatkräftige Alltagsunterstützung angesichts von Termindruck und Optimierungszwängen: Hier ist freie
Zeit knapp – Quality Time, die nicht Haushaltsaufgaben, sondern der Familie gehört. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach der Ausbildung zum exzellent dotierten Butler. Oder zur Butleresse, denn sogar der Buckingham Palace wirbt inzwischen Frauen für diese Position an – genauso wie Privathaushalte im nahen und mittleren Osten. Dort hat die Entscheidung für einen weiblichen Butler
kulturelle Gründe: Ist der Ehemann abwesend, gilt es für die Ehefrau als inakzeptabel, mit einer Person des anderen Geschlechts allein zu sein.

Doch wer sind diese Menschen, die sich für den Beruf Butler begeistern? Es sind Quereinsteiger aus Dienstleistungsberufen mit zahlreichen Parallelen zum
Butler – in beruflichem Selbstverständnis, Qualifikation und Aufgabenspektrum. Sie haben umgesattelt, aus dem Hotel-, Gaststätten- oder Tourismusgewerbe, als Zeitsoldat oder Mitarbeiter der Sicherheitsbranche, in bestentlohnte Positionen als Hausbutler oder Hotelbutler.

Dienen aus Leidenschaft: Butler Aufgabenspektrum im Überblick

Was zum Aufgabenbereich zählt, ist unter anderem im Handbuch der Deutschen Butlerguilde festgeschrieben. Zum Spektrum der Butler-Aufgaben zählt unter anderem:

  • Gästebewirtung
  • Eventorganisation
  • Planung, Einkauf und Zubereitung von Speisen & Getränken
  • Reinigung und Pflege des Wohnumfelds inklusive
    hochwertiger Güter wie Porzellan, Silber, Kristall uvm.
  • Personalmanagement / Gehaltsabrechnung
  • Haushaltsführung / Budgetierung
  • Chauffeur- bzw. Valetdienste


Vieles kann, nichts muss – denn Ihr Aufgabenbereich als Butler wird durch die individuellen Anforderungen Ihres Arbeitgebers definiert. Was immer diese im Einzelnen sind: Stets gilt es, auf persönliche Wünsche und Bedürfnisse passgenau und diskret einzugehen. Vielleicht kommt Ihnen dabei die traditionelle Butler-Uniform aus Filmen wie „Dinner for one“ in den Sinn. Ein weiteres Merkmal ist der Butlerkoffer, der zahlreiche Utensilien beinhaltet – von Korkenzieher bis Regenschirm: Plastisches Symbol von Dienstfertigkeit, enthält dieser alles, um jederzeit auszuhelfen und den Alltag anderer so angenehm wie möglich zu gestalten.

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Ausbildung zum Butler: Was Sie mitbringen - und was Sie lernen

Dienstleistungsbereitschaft, Vorausblick, Liebe für Details, Kommunikationsstärke und die Bereitschaft, eigene Bedürfnisse zurückzustellen – dies und mehr sollten Sie als Butler in spe haben. Gewusst? Die Karriere als Butler ist in fast jedem Alter für die berufliche Neuorientierung offen. Sie möchten die Pluspunkte des eigenen Berufsfeldes in besser bezahlten Position einbringen, sich persönlich weiterentwickeln?

Zu den Ausbildungsinhalten zählen nicht nur Haus- und Textilpflege, sondern auch Betriebsführung, Ernährungstheorie und -praxis, Betreuung und Kommunikation sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Über den Branchen-Tellerrand zu schauen lohnt sich – ob als professionelle Haushaltsmanager*in im Privathaushalt oder als Hotelbutler bzw. Hotelbutleresse.

Pflegeberuf Krankenschwester: Das Wohl anderer steht an erster Stelle!

Als ausgebildete(r) Krankenschwester oder Krankenpfleger sind Sie erfahren darin, Menschen bei der Alltagsbewältigung zu unterstützen. In Zeiten demografischen Wandels und einer alternden Gesellschaft benötigen immer mehr Privathaushalte die Qualifikationen von Menschen mit medizinischer Pflegeexpertise, von Grundpflege bis zu medizinischer Behandlungspflege.

Darüber hinaus sind ausgebildete Pflegekräfte qualifiziert, junge Familien, Schwangere und Neugeborene zu unterstützen und zu beraten. Des Weiteren gehört für Sie als Krankenschwester Organisations- und Verwaltungsarbeit wie das Erstellen von Abrechnungen und das Nachbestellen von Arzneimitteln zum
Kompetenzbereich.

Neben Organisationstalent zählt zudem zeitliche Flexibilität zu den Parallelen:
Sowohl als Butler als auch in der Pflege sind Nacht- und Wochenendarbeit selbstverständlich. Als Butler sind Sie erster Ansprechpartner für Pflegebedürftige ihre Angehörigen, verständnisvoll und einfühlend. Menschen, die sich auf Ihre Gewissenhaftigkeit verlassen – nicht nur beim präzisen Stellen von Medikamenten, sondern auch in Notfallsituationen.

Altenpfleger: Den ganzen Menschen im Blick haben!

Als Altenpfleger mit Schwerpunkt Häusliche Pflege sind Sie erfahren darin, alte und pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige vielfältig zu entlasten – bei der Körperpflege, beim Anziehen und Essen oder der Tagesgestaltung. Als Hausbutler setzen Sie auch Ihre Kompetenzen im Kontakt zu Ärzt*innen zielführend ein und sind auch in der Lage, demenziell erkrankte Menschen zu
begleiten. Psychisch stabil und empathiebegabt, bringen Sie als Altenpfleger*in das nötige Verständnis für betagte Haushaltsmitglieder auf: Auch schwierige, belastende Situationen werfen Sie nicht aus der Bahn – als Hausbutler sind Sie Ruhepol und vertrauenswürdiger Gesprächspartner.

Wie gehen Sie als Butler mit schwierigen Alltagssituationen um? Auch Psychologie ist Teil guter Butlerausbildung: Distanz wahren, ohne unhöflich zu sein, Bedürfnisse antizipieren u. v. m. gehört dazu. Weder die Tätigkeit als Altenpfleger*in noch der Beruf Butler sind Jobs zu den üblichen Bürozeiten. Allerdings trifft das Klischee eines 24/7-Jobs auch nicht auf den Butler
zu. Richtig ist aber, dass Sie in diesem Beruf weit mehr als das durchschnittliche Einkommen erzielen. Als Berufsanfänger dürfen Sie mindestens von 3.000,- € bis 3.500,- € Bruttogehalt pro Monat ausgehen. Der Spitzenverdienst für berufserfahrene Haushaltsmanager*innen mit Zusatzqualifikationen geht bis zum 6-stelligen Jahreseinkommen – vergleichbar mit Gehältern im mittleren Management.

vom Zeitsoldaten zum Butler

Als ehemaliger Zeitsoldat oder Security-Mitarbeiter Hausbutler oder Hotelbutler werden?

Damit sind Sie für den Job als persönlicher Bodyguard gut gerüstet. Als Zeitsoldat*in auf die freiheitlich demokratische Grundordnung vereidigt, verfügen Sie über die Vertrauenswürdigkeit eines unbescholtenen Leumunds – ohne Vorstrafen. Ausgezeichnete körperliche Fitness, Teamgeist, Selbstdisziplin und Flexibilität sind weitere Zeitsoldat-Stärken.

Neben einer schnellen Reaktionsfähigkeit kommt Ihnen als Butler Ihre Geschicklichkeit und Spezialqualifikation zugute – als Instandsetzungssoldat für Kraftfahrzeuge, Luftfahrzeugavioniksoldat, Bootsmann, Helikopteroder Jetpilot. Auch stellen Reiseaufenthalte fern der Familie für auslandserprobte Zeitsoldat*innen kein Problem da. Vielleicht haben Sie in Ihrer Zeit bei der Bundeswehr auch eine Ausbildung im Rahmen des Berufsförderungsdienstes (BFD) absolviert? Wer sich als Zeitsoldat*in für wenigstens vier Jahre verpflichtet hat, hat ggf. einen Anspruch auf Förderung der beruflichen Weiterbildung
durch die Bundeswehr – auch nach der Dienstzeit.

Möchten Sie als ehemaliger Soldat Butler werden, eilt Ihnen Ihr Ruf voraus: Sie gelten von Haus aus als zuverlässig, diszipliniert, teamfähig und stressresistent – der ideale Gatekeeper, um Unternehmern und Personen von Rang erfolgreich den
Rücken freizuhalten.

Busfahrer: Auch als Butler viel bewegen!

Wie parke ich ein Fahrzeug elegant ein? Auch diese Lektion steht auf dem Butler-Lehrplan. Als Busfahrer, ob Linie oder Fernverkehr, wissen Sie selbstredend, dass Sie mehr können als Einparken und Personen befördern. Schließlich haben Sie als Teil Ihrer Prüfung vor der IHK auch Ihr Know-how bei betrieblicher Planung und Logistik sowie Finanz- und Sozialkompetenz unter Beweis gestellt. Gute Voraussetzungen, um als Butler einen Haushalt zu führen und Budgets zu verwalten.

Bei Bedarf kann man Ihnen auch kleinere Reparaturen am Fahrzeug anvertrauen. Ob Busfahrer oder Butler – beide erfüllen primär verantwortungsvolle Aufgaben, bei denen Zuverlässigkeit, aber auch Menschenkenntnis gefragt ist. Darin ähneln sich freundlicher Busfahrer und perfekter Butler: Sie sind Problemlöser mit offenem Ohr. Stresserprobt, verwandeln sich Fernbusfahrer mit viel Reiseleidenschaft als Butler auch in engagierte Reisebegleiter – und tauschen dabei ihr relativ bescheidenes Salär gegen leistungsgerechtere Bezahlung.

Verkäufer*in

"Wie kann ich Ihnen behilflich sein?" - Verkäufer*in

Als Verkäufer*in ist die mögliche obere Einkommensgrenze – unter 3.000 Euro Monatsbrutto – schnell erreicht. Oft genug setzt sich das Einkommen in dieser Berufsgruppe aus einem deutlich geringen Fixum und nicht garantierten Provisionen zusammen. Grund genug, sich Richtung Butlerausbildung zu orientieren, aber was bringen Sie als Verkäufer*in dazu mit?

Gute Verkäufer haben ein Gespür für Menschen. Schließlich ist der
Kunde König: Professionelle Beratung widmet sich jedem Kontakt aufmerksam und individuell. Bei Reklamationen laufen Sie zur Hochform auf: Konflikte sind dazu da, um zur absoluten Zufriedenheit gelöst zu werden.

Auch hinter den Kulissen agieren Verkäufer wie Butler geschmeidig:
Warenlieferungen annehmen, Lagerbestände kontrollieren und Nachbestellungen erledigen gehört auch zu den Hausbutler-Aufgaben. Einzelhandelskaufleute mit Verständnis für Weine und Spirituosen sind zusätzlich im Vorteil – Ihre wertende Expertise beim Aufstocken des Weinkellers ist Gold wert. Schließlich führen Sie auch als Hausbutler eine Art Unternehmen – als Einkäufer und Organisator
in einer Person.

Von Restaurantfachfrau/-mann zum Hotelbutler

Verkäufer*in und Restaurantfachfrau-/-mann – beide sind kommunikationsstarke, zuvorkommende Organisationstalente. Denn gute Umgangsformen, souveränes Reagieren bei Beschwerden sowie präzises Arbeiten bilden die Basis für erfolgreichen Service. Jeder Restaurantgast möchte sich rundum wohlfühlen, als Gast zuvorkommend begrüßt und zu Menü- und Weinauswahl kompetent beraten werden – auch als Veganer oder Allergiker.

Sie streben eine Position als Hotelbutler an? Ihre Kenntnisse zu lebensmittelrechtlichen Grundlagen wie Personal-, Betriebs- und Produkthygiene in der Hotelküche sind hier ebenso förderlich wie Ihr Wissen um korrektes Servieren von Speisen und Getränken. Als Restaurantfachfrau-/-mann sind Sie auch geübt darin, mit offenem Auge Wünsche und Nachfragen unaufdringlich zu registrieren. Haben die Gäste das Restaurant verlassen, erstellen Sie auch die Tagesabrechnung. Events mit vielen Gästen planen? Kein Problem für Sie. Als spätere Butleresse erstellen Sie Ablaufpläne inklusive Menüvorschlägen und Kostenkalkulation.

Hotelbutler

Hotelfachfrau/-mann: Allround-Talente!

Hotelbutler besitzen die Fähigkeit, sich schnell auf unterschiedlichste Gäste einzustellen – und finden das richtige Maß von Nähe und Distanz. Sie sprechen mehrere Fremdsprachen – die Sprache des Gastes. Gleiches gilt für Hotelfachfrau/-mann: Nicht wenige machen Karriere im Housekeeping,
besetzen leitende Positionen in Sternehotels und Privathaushalten.

Hier zeigt sich der Butlerberuf als eine abwechslungsreiche Aufgabe mit zahlreichen Einzelaspekten: Gäste am Empfang begrüßen, Annehmlichkeiten auf dem Zimmer arrangieren, Unternehmungen empfehlen und organisieren, Gäste
chauffieren und vieles mehr gehört dazu – bis zu Reklamationen beim Thema Zimmerausstattung. Als Hotelfachfrau/-mann sind Sie ein Organisationstalent par excellence. Im Kontakt mit vielen Abteilungen des Hauses, übernehmen Sie auch Aufgaben wie Warenannahme, Buchhaltung und Personalplanung.

Jetzt neu orientieren, Butler werden?

Sie sehen – Ihr Dienstleistungsberuf hat zahlreiche Aspekte mit dem Butler Beruf gemeinsam! Als kommunikationsstarke, verlässliche Servicekraft nahezu jeder Branche verfügen Sie über beste Voraussetzungen für eine Karriere als Hausbutler, Hotelbutler oder Butler als Reisebegleitung.

Warum Sie sich für die Butlerausbildung entscheiden sollten? Neben einem deutlich attraktiverem Durchschnittsverdienst, geldwerter Vorteile dank Live-In und großzügigem Jahresurlaub sprechen angenehme Arbeitsatmosphäre, weitgehend freie Zeiteinteilung und eigenständiges Arbeiten für die Tätigkeit als Butler.

Wenn Sie den Wechsel in den Butlerberuf ernsthaft erwägen, sollten Sie zu gewissen privaten Abstrichen bereit sein. Wenngleich die Trennung von Partner und Familie nicht immer zwingend ist: Bei Live-In ist Familienbegleitung durchaus gern gesehen; auch der (Ehe-)Partner kann oft mitarbeiten. Eine seriöse, facettenreiche Ausbildung wird Sie stets auf eine Position mit Verantwortung vorbereiten. Last but not least genießen Sie als Butler auch hohes Ansehen: Ob Konferenztisch, Dinner oder Golfcourse – gute Umgangsformen sorgen für gute Geschäfte. Ihre Empathie, Dienstfreude und Perfektion ist der Weg dorthin!