Einblicke in die Butler Ausbildung

Tagebuch Butler Ausbildung

Bericht einer Teilnehmerin

Tagebuch einer Butler Ausbildung

Eine Teilnehmerin (Name und Foto haben wir geändert*) gewährt uns einen kleinen Einblick in ihr Tagebuch einer Butlerausbildung, das Sie während der intensiven 6-wöchigen Kursdauer geführt hat. Eine abwechslungsreiche Zeit, in der neue Kenntnisse und Fähigkeiten erworben werden, die aber auch einen tiefen Blick in die eigene Persönlichkeit gibt und die Frage aufwirft, was ist eigentlich wichtig im Leben. Fortsetzung folgt…

Die Ausbildung, die ich bei Edumondi, der Deutschen Butlerakademie absolvieren durfte, hat mir sehr viele neue Impulse gegeben, aber auch meinen Freundeskreis um einige interessante Menschen erweitert.
Ich möchte hier meine Eindrücke schildern, die von der Ankunft in Stade über die ersten Kurse bis zu den Einsatzorten reichen. Ich bin sicher, dass diese Schilderungen auch Anderen einen Eindruck geben können, wie vielfältig und spannend diese Ausbildung ist. In der Kürze liegt die Würze. in diesen sechs Wochen – die bei Bedarf um mehrere Wochen verlängert werden können – wurde mir ein umfangreiches Wissen vermittelt, das Theorie und Praxis bestens verbindet.

Tessa aus der Schweiz und Mirja aus dem Frankenland

Wir finden uns also am ersten Tag der Ausbildung in Stade ein. Stade, falls es jemand nicht kennt, liegt vor den Toren Hamburgs, hat aber einen eigenen, fast idyllischen Charme. Wir sind auf den ersten Blick ein sehr bunter Trupp, der auch altersmäßig gut gemischt ist, kommen aus den verschiedensten Regionen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mich freut und beruhigt zugleich, dass ich mit meinem Alter und meiner Ausbildung nicht aus der Reihe falle, denn ein bisschen hatte ich schon befürchtet, mich als „Oldie“ etwas unpassend zu fühlen. Nein, hier sind Leute frisch von der Schule genau so wie die Mutter, die nach dem Auszug der Kinder neuen Schwung in ihr Leben bringen will, der ehemalige Zeitsoldat sowie die Krankenschwester, die einen Weg aus dem ewigen Schichtdienst und weg von den zahlreichen Überstunden sucht. Wir sind also alle sehr gespannt auf das, was kommt. Nach der Begrüßung durch die Akademieleitung erfahren wir, was in den nächsten Wochen auf uns, die internationale Gruppe angehender Butler und Butleressen, zukommt.

Nach den ersten Begrüßungsrunden und Auflockerungsspielchen zum gegenseitigen Kennenlernen (hier erfahren wir gleich zu Beginn, worauf es bei der richtigen Begrüßung ankommt), stellen wir alle fest, wie viel wir doch alle gemein haben. Insbesondere das Thema Dienstleistung liegt uns allen am Herzen und wird bereits in der ersten Kaffeepause schnell deutlich, in der jeder auf die/den andere/n Acht gibt. 

 

Ein buntes Kaleidoskop an Inhalten

Ich habe von dieser Ausbildung über eine Bekannte erfahren. Die hat mein Bild vom Butler damals sehr ins Wanken gebracht. Und da ich nach einer neuen beruflichen Herausforderung geradezu gierig war, habe ich mich sehr stark mit diesem Thema auseinander gesetzt. Der moderne Butler – oder eben die Butleresse – ist sehr viel mehr als ein Diener, der sich zurück zu nehmen hat. Dieses altmodische Bild haben wir in der Gruppe wohl alle noch ein bisschen im Hinterkopf gehabt, aber schon bei den ersten Kursen, in denen uns die Vielfalt der zukünftigen Tätigkeiten und Einsatzorte
präsentiert wurde, wurde klar: Was wir einmal werden, ist ganz vieles in einem. Wir sind Haushaltsorganisatoren, diskrete Ratgeber, „Supervisoren“ und natürlich auch der persönliche Ansprechpartner unseres Arbeitgebers. Ein bunter Strauß an Rollen, auf die wir in ebenso „bunten“ Seminaren vorbereitet werden. Doch vielmehr als die verschiedenen Aufgaben, auf die eine Butleresse und ein Butler praxisnah vorbereitet werden, als die Inhalte der Butlerausbildung hat alle Teilnehmer*innen positiv überrascht.

 

Es geht hinaus in die Welt!

Am meisten habe ich mich auf die Außeneinsätze gefreut. All die Inhalte, die wir gelernt haben, direkt in der Praxis auszuprobieren, aber noch im Schutz der Kursleiter, das fand ich wirklich spannend. So sind wir „Lehrlinge“ an ganz unterschiedliche Orte geführt worden, Orte, die ich früher nur von ferne bestaunt habe. Ein sehr schickes Restaurant war zum Beispiel dabei, und wir als aufgekratzte Gruppe mit großem Elan mittendrin. Wie bereitet man die Tische so vor, dass sie perfekt sind? Wie serviert man stilgemäß die Gerichte und Getränke? Dieser war nur einer von vielen Einsatzorten, die uns schon sehr deutlich gezeigt haben, worauf es später ankommt. Ich erzähle gerne noch von weiteren Orten – ich bin sicher, dass diese kompakte Ausbildung auch für Andere perfekt ist!